Fluido – Ihre Gesundheitspraxis in Bad Lauterberg

Es kommt nicht von irgendwoher, dass sich dem Praxis-Namen „Fluido“ die Bezeichnung „Gesundheitspraxis“ anschließt. Der hier gemeinschaftlich praktizierenden Familie Peters ist es nämlich sehr wichtig, dass sich Patient*innen und Klient*innen im Ganzen gesehen fühlen und das Gesundwerden und -bleiben im Fokus liegt. Das Mühen darum, gute Energien in Fluss zu bringen und zu halten, ist gewiss eine ihrer wichtigsten Aufgaben. Bis es zu ihrem „Ankern“ in Bad Lauterberg kam, nutzte Jörg Peters viele, auch ungewöhnliche Möglichkeiten, seinen Erfahrungsschatz an Therapiemethoden auszubauen.

Es ist viele Jahre her, dass Jörg Peters seinem inneren Antrieb folgte und seine Harzer Heimat verließ. Nun hat er sich, zusammen mit Frau und Tochter, wieder hier niedergelassen. „Wir waren ohnehin sehr oft in der Gegend, weil es sich hier einfach viel schöner Motorradfahren lässt“, erklärt Jörg Peters. „Dazu hatte sich unsere Tochter überlegt, auf der Physiotherapieschule Dr. Muschinsky in Bad Lauterberg die Grundausbildung zu machen und dann in die Praxis einzusteigen.“ So war es nur logisch, alles Schöne mit dem Praktischen zu verbinden und zurückzukehren. 

Lea Peters durfte 2019 als eine der Besten in ihrem Jahrgang das Staatsexamen als Physiotherapeutin entgegennehmen. Zwischenzeitlich ist sie zudem ausgebildete Lymph- und Oedemtherapeutin und lernt derzeit außerdem die Manuelle Therapie. Lea liebt die Bewegung, ist Energy-Dance-Trainerin, Übungsleiterin im Reha-Sport (Fachgruppe Orthopädie), dazu gibt sie Rückenkurse und leitet eine Wassergymnastik-Gruppe. Klingt nach einem aufregenden Wochenplan. Aber auch das verwundert nicht, wenn man ein Stück weit die Lebensgeschichte ihres Vaters und seine innere Einstellung kennt. Er selbst ist nämlich ein unglaublich neugieriger und zielstrebiger Geist, der keine Mühe scheut, um ihm interessant scheinenden Dingen auf den Grund zu gehen. Man kann den Verlauf seines Lebens nur als etwas abenteuerlich und auch als eine Zeit des fortlaufenden Lernens und Weiterbildens bezeichnen. Dabei begann vor allem das Interesse an Heilverfahren in sehr jungen Jahren mit einem sehr schmerzhaften Erlebnis. 

Teamfoto: Fluide | Jörg Peters

Als Jörg Peters 12 Jahre alt war und ganz selbstverständlich zu Hause bei der Arbeit im Haus und auf dem Hof mithelfen musste, wurden auch noch Kartoffeln angebaut, geerntet und natürlich eingelagert. Beim Aufbansen der zentnerschweren Kartoffelsäcke traf ihn der erste Hexenschuss seines Lebens. „Ich fiel einfach stumpf zu Boden und konnte mich nicht mehr bewegen“, erinnert sich Peters, der den anhaltenden Schmerz im Rücken offensichtlich bis heute nicht vergessen kann. Der Besuch beim Arzt und eine Spritze sollten Jörg Peters aber nicht wirklich helfen. Erst die Behandlung eines Masseurs, ein paar beherzte Handgriffe und lösende Geräusche brachten Linderung. „Ich lag auf der Liege, es machte ein Mal „Rumms“ und ein Mal „Knack“, ich dachte kurz, der Mann bricht mir die Knochen. 

Aber als ich selbstständig aufstehen konnte und der Schmerz verschwand, da war mir klar, das ist mein Job!“ 

Diese Empfindungen und der große Wille, Menschen eines Tages selbst Schmerz nehmen zu können, führten Jörg Peters erfolgreich durch das Fach-Abitur, die Ausbildung zum Masseur und medizinischen Bademeister, dem Therapeuten für Elektrotherapie und einigen Aufbau-Ausbildungen und -kurse mehr. 

„Ich bin bei spannenden Themen immer drangeblieben, habe viele Praktika absolviert, immer geschaut, was und wie andere arbeiten. Ich war wie ein Schwamm, der alles aufsog.“ 

Als er 20 Jahre alt war, rekrutierte ihn Gerhard Mühl direkt in die Bäderabteilung des seinerzeit staatlich anerkannten Sanatoriums Mühl in Bad Lauterberg, um die physikalische Abteilung zu leiten. Die Weiterreise des Jörg Peters war aber nicht aufzuhalten. Er wird ´82 nach Bremerhaven abgeworben, um dort als stellvertretende Praxisleitung zu fungieren. In einer Buchhandlung fällt ihm zwischenzeitlich unter anderem ein Buch über Akupressur in die Hände, die er ausprobierte und fortan mit sichtbaren Erfolgen anwandte. Nur ein weiteres Glied in einer Kette voller Behandlungsmethoden, aus der Jörg Peters mittlerweile schöpfte. Weil er unbedingt so arbeiten wollte, wie es ihm für die Hilfesuchenden am sinnvollsten erschien, führte an der Selbstständigkeit bald kein Weg mehr vorbei.

1984 gründet er seine erste eigene Praxis. Selbstverständlich stand das Weiterbilden trotzdem immer ganz oben auf der Prioritätenliste. Unter anderem die Ausbildung zum DGNS-Therapeuten, der dynamisch neuromuskulären Stabilisierung, die es möglich macht, die Ursachen von Störungen des Bewegungsapparates sowie Atmung und Haltung gezielt zu behandeln. Als Peters 1986 zufällig im Fernsehen eine Dokumentation über eine südkoreanische Massagetechnik sieht, die imstande ist, Muskelverklebungen zu lösen, war er begeistert. Traditionelle Therapie-Methoden waren für ihn von jeher von großem Interesse. Zu Zeiten ohne Internet herauszufinden, wo er die im Fernsehen ausgestrahlte Massage-Schule in Seoul finden könne und ob es ihm möglich war, dort eine Ausbildung zu genießen, war ein echtes Angehen. Erst einmal an einer Sache dran, konnte einen Jörg Peters aber so schnell nichts abhalten, zum Ziel zu gelangen. 

„Mein erster klärender Anruf per Satellit in Seoul hat mich damals 648 DM gekostet“, 

lacht er. Die Dame aus der Schule lehnte ihn als Schüler zuerst einmal ab. Europäer wären einfach zu wehleidig, um das durchzustehen, hieß es. Nicht so Peters, der sich zwar seinen ersten Schultag inkl. dem „Patienten spielen“ mit zugehörigen Schmerzen sicher anders vorgestellt hat, aber immer noch nachhaltig beeindruckt von den Techniken der koreanischen Masseurinnen ist, die mit ganzer Körperkraft und geschmeidigen Füßen über ihre Patienten tänzeln. „Ich habe diese Techniken umgehend auf die Hände übertragen. Sicher möchte niemand, dass ich während der Behandlung auf seinem Rücken stehe.“ 

1987 dann führt ihn eine weitere Fernseh-Dokumentation nach Afrika, weil die Tatsache, dass die Hebammen in Namibia den Gebärenden auf besondere und erleichternde Weise zur Seite stehen, ihn sehr neugierig gemacht hatte. „Ich finde es unglaublich, was Frauen auf sich nehmen und für eine Entbindung leisten. In Namibia lernte ich die besagte, schmerzfreie ,Geburtsmethode der zwei Bäume‘ kennen, durfte die Ausbildung machen und ein Praktikum bei einer aufgeschlossenen Gynäkologin absolvieren.“ 

So ist Jörg Peters heute tatsächlich auch eine echte afrikanische Hebamme. 

Spätestens jetzt hat man sicher verstanden, dass sich im Leben dieses Mannes vieles ergeben hat, das er gewiss hätte ignorieren können, aber es wohl etwas gab, das ihn antrieb. Alle Mühen um das Sammeln von Wissen rund um die Gesundheit eines Menschen wurden mehrfach belohnt. Das nächste Puzzle-Teil brauchte viel Zeit, Arbeit und Empathie, bis es sich endlich in das Lebensbild von Jörg Peters anfügen ließ. Die absolut zufällige Begegnung mit einer Kollegin, die ihm von der Lehre des Ayurveda erzählte und der Möglichkeit, sie in Indien zu erlernen, ließ ihn selbstverständlich nicht kalt. Ohne zu wissen, was ihn erwartete, folgte er einigen recht geheimnisvollen Weisungen und seinem Gefühl, das ihn zu seinen Lehrmeisterinnen in Chennai (einst Madras) führte. „Ich fragte sie, ob denn nicht eigentlich nur Frauen Ayurveda-Heilerinnen werden könnten, aber sie ließen mich wissen, dass sie sich bereits meine Aura aufmerksam angeschaut hätten und es so viele weibliche Anteile in mir gäbe, dass es kein Problem wäre. Ich könne das.“ Es war eine große Ehrerweisung, als würdig erachteter Mann mit der uralten Lehre des Ayurveda vertraut gemacht zu werden. Der Hinweis, dass sein Studium in „Teilzeit“ 10 Jahre andauern würde, erschreckte Peters nicht. 

Mehrmals im Jahr machte er sich auf den Weg nach Indien und wurde am Schluss mit einem original Ayurvedischen Palmblatt geadelt. 

Gerade für einen Europäer etwas ganz Besonderes. Auch für die Fügung, seine Frau Annette, ebenfalls in verschiedensten Therapieformen ausgebildet, direkt in die Praxis geschickt zu bekommen, kann Jörg Peters nur dankbar sein.

Annette und Jörg Peters

Zusammen mit ihrer Tochter Lea setzen sie auf klassische Behandlungsmethoden, aber auch zum Beispiel auf PNF – Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation –, Mikrokinesi, funktioneller Orthonomie und Integration sowie energetische Schmerztherapie. Hilfe bei Kiefergelenksdysfunktion, Medi-Tape und neurogene Mobilisation runden das Angebot ab. Bei jedem noch so individuellem Problem schenkt man Ihnen in der Fluido-Gesundheitspraxis ein offenes Ohr. Fühlen Sie sich willkommen.

Fluido – Ihre Gesundheitspraxis

Scharzfelder Str. 84 | 37431 Bad Lauterberg im Harz | Tel. 0 55 24 / 99 98 69 6

www.praxis-peters.de    

BUCHTIPP von Jörg Peters

„Die Kraft in Dir“ Hans Georg van Herste und Michaela Main

Durch die Aktivierung der Selbstheilungskräfte zu einem langen, gesunden und glücklichen Leben

Hans Georg van Herste zeigt nicht alltägliche Alternativen aus Europa, Afrika und Asien auf, die, bei richtiger Anwendung, schnell und kostengünstig viele körperliche und psychische Probleme lösen oder zum Positiven hin verändern können. Auch für Laien verständlich erklärt er anhand von Beispielen und Schautafeln seine Vorgehensweisen.

Michaela Main erzählt ihre Geschichte und zeigt Übungen und Akupunkturmethoden, die ihr geholfen haben.

Taschenbuch, 214 Seiten, ISBN 978-3-95652-175-1, 18,50 €

Über die Autorin /

Elke … freie Rednerin, Redakteurin. Hochzeitsverliebte, zuverlässige Frohnatur, die es immer nur ganz gibt.

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