Herzlich Willkommen

Das DRK Alten- und Pflegeheim Clausthal-Zellerfeld war früher mal ein Hotel. Diesen Spirit mit Fokus auf das stete Wohlergehen der Bewohner setzen die Betreiber bis heute engagiert fort.

Heiße Waffeln können erhebliche therapeutische Wirkungen haben – das weiß man im DRK Alten- und Pflegeheim in Clausthal-Zellerfeld aus Erfahrung. „Nicht nur ihr süßer Geschmack bedeutet für viele Bewohner Geborgenheit und Wohlbefinden“, erklärt Heimleiterin Ulrike Koch. „Der Geruch versetzt viele in die Kindheit zurück und hilft, Erinnerungen wieder aufleben zu lassen. Das ist ein automatisches Gedächtnistraining.“

Mindestens einmal die Woche ist deshalb gemeinsames Backen angesagt, und das ist nur einer von vielen Programmpunkten, die jeden Tag angeboten werden. Neben dem morgendlichen Ritual des gemeinsamen Zeitunglesens und Kreuzworträtsel-Lösens sind die Aktivitäten so vielfältig wie das Personal, das sie sich ausdenkt, kreativ: Es gibt Sitztänze, Panflötenkonzerte, Bauchtanz-Vorführungen, Bingo- und Kniffel-Nachmittage, ab und an kommt das Modemobil vorbei und erfreut mit einer Modenschau, man feiert verschiedene Motto-Feste oder eine bayerische Woche und jedesmal wird bei solchen Veranstaltungen der Speisesaal wieder neu und liebevoll dekoriert. „Nur das gemeinsame Singen und Musizieren musste in der letzten Zeit wegen Corona ausfallen“, bedauert die Heimleiterin. „Zum Glück haben diese und all die anderen strengen Hygiene- und Vorsichts-Maßnahmen gefruchtet, wir hatten nicht einen Corona-Fall.“

Zu verdanken ist das auch dem unermüdlichen Einsatz der etwa 70 engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich rund um die Uhr um die 100 Bewohner mit den verschiedensten Pflegestufen kümmern. Die leben hier in zwei gut überschaubaren Hausgemeinschaften und vier Wohngruppen zusammen.

„Durch die Einteilung in kleinere Gruppen können wir eine bessere ganzheitliche Betreuung und Unterstützung in der Alltagsbegleitung gewährleisten“,

„Unser Ziel ist es ja, die Selbständigkeit so lange wie möglich zu erhalten.“

so Frau Koch. Selbst Haustiere sind erlaubt, solange sich die Bewohner selber darum kümmern können.

Alle Zimmer des Heims sind rollstuhlgerecht, barrierefrei, mit einer Notrufanlage, Telefon und Kabelanschluss ausgestattet. Ein Kleiderschrank, Nachttisch, Pflegebett, Tisch und zwei Stühle gehören zur Grundausstattung, dazu gestaltet jeder Bewohner sein Zimmer individuell. Es hängen persönliche Bilder an den Wänden oder es steht der gemütliche Feierabendsessel mit der Lieblingswolldecke im Zimmer, vielleicht passt sogar die ganze Sitzgarnitur mit den selbstbestickten Kissen hinein. Manchmal steht eine Vitrine mit Geschirr in der Ecke, dem man ansieht, dass es immer das gute war, dekoriert wird gerne mit Erbstücken wie Kristallschüsseln, Zinnkrügen, Reise-Souvenirs oder Spitzendeckchen.
Um letztere kümmert sich irgendwann verlässlich die hauseigene Wäscherei, die auch sonst für alle Textilien im Hause zu ständig ist. Eingespieltes Reinigungspersonal hat die Reinigung der 56 Einzel- und 22 Doppelzimmer professionell im Griff, die meisten mit Balkon oder Terrasse unter einer freundlich-gelben Markise, einige davon zu kleinen Appartements ausgebaut, inklusive offener Küchenzeile mit Kühlschrank und Herdplatte in einer kleinen Nische.

„Die nutzen aber die wenigsten, bekocht zu werden ist für viele ein Highlight des Tages“,

sagt Ulrike Koch. Nachvollziehbar. Vier Köche und drei Küchenhelfer zaubern in der eigenen Küche jeden Tag zwei Mittags-Menüs zur Auswahl, eins davon auch als Diät-Variante und so stehen Kreationen wie Kasseler mit Ananassauce und Sauerkraut, veganes Rindfleisch mit Bohnengemüse, Falafelbällchen mit Curry-Sauce oder Heringshappen an Salzkartoffeln auf dem Speise-Plan. Natürlich wird auch für Frühstück und Abendessen gesorgt, es gibt morgens verschiedene Brötchen, Brotsorten, Spezialbrote, Milch-, Pudding- oder Cremesuppen und abends herzhafte Wurst- und Käseplatten, deftige Quarks, Salat oder auch mal Pizza, Bockwurst, Rührei, gebackenen Camembert und andere Leckereien.
Ach ja, und nachmittags gibt es auch noch Kaffee und Kuchen, mal selbstgebacken, mal vom Bäcker und Zimmerservice oder Extra-Wünsche sind auch keine Fremdwörter.

Wer jetzt allmählich das Gefühl bekommt, er befindet sich in einer Ferienanlage der gehobenen Klasse mit Rund-um-Pflege, altersgerechter Animation und All-Inclusive-Verpflegung, liegt atmosphärisch nicht so falsch – immerhin ist Clausthal-Zellerfeld ein beliebter Urlaubsort und die berühmte hölzerne Marktkirche zum Heiligen Geist fußläufig vom Heim erreichbar.

Leiterin Ulrike Koch würde sicher hervorragend in die Rolle der Hotel-Direktorin der anderen Art passen. Zusammen mit ihren Mitarbeitern hat sie stets das ganzheitliche Wohl der Gäste im Blick.

„Bei uns soll Lebensfreude dominieren und die individuellen Bedürfnisse im Vordergrund stehen“,

ist das Motto, nach dem Frau Koch das Haus seit einigen Jahren führt.

Neben viel Lebens- und Berufserfahrung hat sie dabei ihre Augen überall und ein Händchen für Details. Auf den Tischen im Speisesaal und in der Lobby stehen kleine Vasen mit Blümchen, Wasserflaschen und Gläser, nett angerichtet auf Tabletts mit bunten Papierservietten. Kleine Porzellan- und Holz-Figuren säumen hier und da die Fensterbänke zum Hof, in einer Flurnische stehen zwischen Grünpflanzen zwei mannshohe Regale mit einer gut gepflegten Bibliothek aus gebrauchten Taschenbüchern und jeder, dem Frau Koch im Laufe des Tages begegnet, wird freundlich mit Namen begrüßt. Egal ob Bewohner oder Mitarbeiter.

Das alles zusammen schafft eine familiäre Wohlfühl-Atmosphäre. Und vielleicht hilft es dem Gastgeber-Sein ja auch, dass das Haupthaus bis 1950 als „Hotel Deutscher Kaiser“ firmierte, bevor es im Juli 1951 den Betrieb als DRK-Altenheim aufnahm. Mittlerweile ist die Anlage um einige Anbauten ergänzt, wurde 2011 komplett modernisiert und bietet neben Wohnräumen, Groß-Küche und Wäscherei einen kleinen Festsaal für Familien- und sonstige private Feierlichkeiten, einen Gymnastikraum, ausgestattet mit Sprossenwand, Steppern und mehreren Trainings-Fahrrädern der verschiedensten Baujahre, einen Entspannungsraum und sogar einen eigenen Friseur-Salon. Der macht zwar nur mittwochs auf, ist aber voll ausgestattet mit Friseurstühlen, Waschbecken zum Haare waschen, großen Spiegeln und Trockenhauben.

Sogar ein paar Lesezirkel-Zeitschriften liegen an dem kleinen Empfangstresen herum. Fächerförmig akkurat ausgebreitet. Denn wie gesagt:

Im DRK-Altenheim Clausthal-Zellerfeld pflegt man die Liebe zu Details.

DRK Alten- und Pflegeheim
Zellbach 24
38678 Clausthal-Zellerfeld / Harz
Telefon 05323 93660
www.drk-altenheim.de

Über die Autorin /

Elke … freie Rednerin, Redakteurin. Hochzeitsverliebte, zuverlässige Frohnatur, die es immer nur ganz gibt.

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