KRETA – SONNE IM HERZEN

Bestimmt verbinden Sie mit Griechenland den besonderen Duft von Kräutern im leckeren Essen, einen ordentlichen klaren Schnaps für Ihre wirklich guten Freunde und womöglich auch mit einem durchdringenden „Määäh“ und Schellen von Glöckchen, das auch auf Kreta fast allgegenwärtig ist. Wussten Sie aber schon, dass das Wort „Xénos“ für die Griechen zwei Bedeutungen hat? Es steht für „Gast“ und gleichzeitig für „Fremder“. Eine Tatsache, die für sich spricht und dafür sorgt, dass Sie sich – ganz egal, ob Individual-Abenteurer oder Vollzeit-Relaxer – auf Kreta herzlich willkommen fühlen dürfen.

Auf der größten Insel Griechenlands erwartet Sie eine beeindruckende Natur, über 2000 Meter hohe, auch schneebedeckte Berge, sagenhafte Schluchten, steinalte Olivenhaine und Weinreben, genauso aber traumhafte, karibisch anmutende Strände mit feinstem Sand, kristallklares Wasser, verträumte Buchten und unvergessliche Aussichten.

Wandern, surfen, tauchen, einfach an 300 Tagen des Jahres die Sonne anbeten, den Spuren der Götter und ihren Mythen folgen, Geschichte zum Anfassen erleben, sich 24/7 verwöhnen lassen, all das und viel mehr ist auf Kreta möglich.

Um die Insel und seine Menschen kennen lernen zu können, bietet sich eine kleine Rundreise an. In den touristischen Orten wird sehr oft Deutsch verstanden und gesprochen. Aber auch in den ablegenen Dörfern, im Innern der Insel, wird man sich immer sehr viel Mühe geben, Ihnen weiter zu helfen und ins Gespräch zu kommen. Sie werden sehen, man kann auch eine tolle Zeit zusammen haben, wenn man nicht die Sprache des Anderen spricht. Die Gastfreundschaft der Griechen ist unglaublich und es zum Beispiel üblich, ein fröhliches Zusammentreffen oder Essen von viel Raki begleiten zu lassen. Mag es im Rest des Landes Ouzo sein, fließt der Raki auf Kreta gefühlt zu jeder Tageszeit. Denken Sie nur dran, auf Griechisch heißt ja „nä“. Die Küche der Insel ist köstlich und ehrlich, die Aromen herrlich. Das hier produzierte Olivenöl, sonnengereiftes Gemüse, die fangfrischen Schätze des Meeres, Gyros, Souvlaki und natürlich Schafskäse, immer vom ordentlich großen Stück, dazu luftiges Weißbrot und richtig guter, kretischer Wein, all das kann keine Sünde sein. Eher trägt es ohne Frage zur Gesundheit bei. Gehört das Essen und Gesellig sein unbedingt zu einer Kreta-Reise dazu, sollten Sie sich vielleicht notieren, was Sie nicht versäumen dürfen. Die zweitgrößte Stadt der Insel ist Chania und gehört unbedingt dazu. Die Venezianer haben hier ihre Handschrift und doch einige schöne Dinge hinterlassen. Auch aus der Zeit der osmanischen Besetzung zeugen Bauwerke, mag man sich aber an diese Phase der Unterdrückung eher nicht so gern erinnern. Das Bummeln durch die Altstadt von Chania wird Sie nicht nur begeistern, wenn sie das Fotografieren lieben. Hier gibt es so viel zu entdecken. Alle Epochen und Kulturen haben ein Stück von sich dagelassen.

Kleine Shops, Tavernen und Cafés versüßen Ihnen die Zeit, am Hafen herrscht ein
fröhliches Treiben und vor den Lokalen buhlen die Kellner vor allem abends um die Gunst vorbeiziehender Menschen.

Vielleicht spazieren Sie bis zum ägyptischen Leuchtturm und schauen sich den venezianischen Hafen mal aus einer ganz anderen Perspektive an. Zum Sonnenuntergang ganz sicher absolut romantisch. Auf Ihrer Kreta-Tour können Sie zwischen echten Hot Spots und touristisch ruhigeren Ecken wählen. Auf idyllischen Landgütern versuchen Sie sich im Ziegenmelken, erfahren, wie in einem „Tirokeli“ unterirdisch echter Höhlenkäse produziert, sehen wie das griechische Gold, das Olivenöl gepresst wird. Sie können außerdem beobachten, wie auf der Insel noch mit Hilfe von Pferdestärken das Getreide gedroschen wird. Spätestens im idyllisch in den Bergen gelegenen Töpferdorf Margarites werden Sie überlegen müssen, wie Sie all die erstandenen zauberhaften Andenken zurück nach Deutschland transportieren. Ein nächster Stopp sollte das kretische Nationalheiligtum, das Kloster Arkadi, sein. Der Ort, an dem zu Zeiten der osmanischen Besetzung auf dem Weg zur Unabhängigkeit Geschichte geschrieben wurde. Sicher darf auch ein Besuch von Knossos nicht fehlen, der antike Ort mit dem einst größten minoischen Palast auf Kreta. Eine beeindruckende Anlage, die uns aufzeigt, wie zivilisiert seine Bewohner schon vor vielen tausend Jahren waren.

Die Geschichten vom kleinen Fischerort Matala sind da schon anderer Natur, denn hier spricht man noch oft über das Lebensgefühl, das die Hippies in den 60ern mitgebracht haben.

Sie lebten hier in den Höhlen am Strand und taten das genauso, wie es ihnen gefiel. Viel Liebe wurde verschenkt, die Freiheit und Gemeinschaft genossen. Sogar Bob Dylan und Cat Stevens sollen dabei gewesen sein. Die Kreter ließen sie gewähren. Sie wissen ja, die Gastfreundschaft. Die, und viele Souvenirs im Hippie-Style, gibt es natürlich auch heute noch. Abschließend seien für Badenixen und Wasserraten noch schönste Strände genannt. Unangefochten, Elafonisi, oder auch der Pink Beach. Winzige rote Organismen, die von Korallen und Muscheln stammen und hier angespült werden, sorgen für seine ausgefallen Farbe. Aber auch das Wasser schimmert paradiesisch.

Der Stand von Balos ist ebenso zauberhaft. Lagunenartig liegt er da und entfaltet vor allem zum Sonnenaufgang eine besondere Magie.

Früh am Start sein lohnt sich ohnehin an diesen beliebten Flecken. Nicht zu vergessen, der tropisch anmutende Preveli Beach, den man ein Stück weit erwandern muss, oder mit dem Boot erreicht. Ach, ómorfi Kríti, schönes Kreta, du. Scheint, als könnte es eine Freundschaft auf ewig werden.

Über die Autorin /

Elke … freie Rednerin, Redakteurin. Hochzeitsverliebte, zuverlässige Frohnatur, die es immer nur ganz gibt.

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