Was treibt Frauen an?

Das Leben in die Hand nehmen!

Dass Frauen ganz anders „ticken“ als Männer ist bekannt. Sie denken über andere Dinge nach, sie unterscheiden sich in der Wahrnehmung, Prioritätensetzung und der Art wie Entscheidungsprozesse ablaufen.
Ob Kapitalanlage oder Familienplanung: Frauen sehen manches anders und haben aufgrund ihrer jeweiligen Erwerbsbiografie andere Bedürfnisse. Bevor sie sich in Geldsachen entscheiden, haben sie die Dinge hinterfragt und wohlüberlegt. Daher wünschen sich Frauen in Finanzfragen einen anderen Beratungsansatz als Männer. Individueller soll er sein, kommunikativer und auf die Besonderheiten der nicht immer durchgängigen Erwerbsbiografien von Frauen ausgerichtet. Die Finanzplanung sollte flexibel sein und sich den unterschiedlichen Lebensphasen der anpassen. Nach Scheidungen zum Beispiel haben Frauen rund 40 Prozent weniger Geld zur Verfügung, Männer nur 7 Prozent. Seit dem neuen Unterhaltsrecht ist – jedenfalls für jüngere Paare- auch gesetzlich Schluss mit der Versorgerehe! Es wird davon ausgegangen, dass auch eine Frau mit Kind nach drei Jahren wieder arbeiten und ihren Lebensunterhalt verdienen kann.

Das Statistische Bundesamt kommt in einer Studie zu dem Ergebnis, dass je jünger ein Mensch ist, desto besser qualifiziert ist er. Dies gilt insbesondere für Frauen, die ihre männlichen Altersgenossen beim Erwerb von höheren Abschlüssen, die für ein Studium qualifizieren, überholt haben und inzwischen über die Hälfte bei den Erstabsolventen eines Studiums stellen. Dennoch sind viele Frauen bereit, ihre Erwerbstätigkeit im Interesse der Familie wenigstens zeitweise zu unterbrechen. Mit steigendem Alter des jüngsten Kindes entscheiden sich dann sehr viele Frauen für Teilzeitarbeit, was nicht nur Einkommenseinbußen nach sich zieht, sondern sich auch auf ihre Karriereperspektiven und ihre Rentenansprüche auswirkt.
In Deutschland gibt es so viele Mini-Jobber wie in keinem anderen europäischen Land. Reizvoll ist, dass auf die jetzt 450-Euro-Jobs keine Steuern bezahlt werden müssen. Gleichzeitig zahlen die Mini-Jobber jedoch nichts oder kaum in die gesetzliche Rentenversicherung ein.
Obwohl Frauen zu den Stützen der Gesellschaft zählen, verdienen sie also weniger als Männer und bekommen eine geringere Rente. Leider sind Frauen trotz alledem an Geld auch noch weniger interessiert als das „starke Geschlecht“. Einerseits verständlich, denn wie schon das Sprichwort sagt: „Geld ist nicht alles…“, doch frau sollte den zweiten Teil des Spruchs nicht vergessen: „… aber es beruhigt ungemein.“ Dessen Wahrheitsgehalt ist vor Kurzem von US-Wissenschaftlern bestätigt worden. Sie fanden heraus, dass Menschen trotz einer schweren Krankheit Glück empfinden, vorausgesetzt, sie haben etwas Geld gespart. Fazit: Finanzielle Rücklagen geben bei Schicksalsschlägen innere Ruhe.
Geld braucht Pflege: Es zahlt sich aus, seine Finanzen nicht dem Zufall zu überlassen. Denn, wer nicht über Geld spricht, erfährt auch nichts darüber, kennt sich und seine Möglichkeiten nicht!
Die Beratung der Volksbank im Harz eG im Bereich Frauen-Banking ist speziell auf die Anforderungen und Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten und wird dadurch den unterschiedlichen Lebensphasen, Wünschen und Bedürfnissen gerecht. Denn was nützt das schönste Konzept, wenn es nicht richtig „sitzt“!

Informieren Sie sich gern über Frauen-Banking
unter www.vbimharz.de

Text: Elke Steinhoff / Volksbank im Harz eG, Fotos: Dietrich Kühne und Volksbank